2018-2019

SELECTION OF WORKS
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Breed

Breed, 2008/2018, collage, colored pencil, whiteout and acrylic on paper, 41.7 x 29.4 cm.
© Skolovski
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Abundance

Abundance, 2017-2018, inkjet print on paper, glasstone, sealing wax, acrylic on paper and glas, 40 x 40 cm.
© Skolovski
Photo of the Globale Seed Vault by: Mari Tefre/Svalbard Globale Seed Vault
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Ich liebe Geld

Ich liebe Geld, 2017-2018, assemblage, acrylic on canvas, 40 x 40 cm.
© Skolovski

Mein bislang trashigstes Werk ist „Ich liebe Geld“, das ich 2017-2018 kreiert habe. Das Bild ist für mich sehr bedeutungsvoll aufgrund der Entstehungsgeschichte.

Ich habe mich im Jahr 2017 viel mit dem Thema Geld beschäftigt, da ich daran war mein Darlehen für meine Ausbildung zurückzuzahlen. Der grosse Berg an Schulden und der auflaufende Zins, haben mich stark belastet und mir Sorgen bereitet. Ich wünschte mir nichts sehnlicher als befreit davon zu sein, künstlerisch tätig sein zu können, ohne Angst davor, wie ich für meinen Lebensunterhalt aufkommen soll. Da ich oft das darstelle, was mich gerade am meisten beschäftigt, beschloss ich ein Bild zum Thema Geld zu kreieren. Protagonist in meinem Bild sollte das Emoji „lachender Kackhaufen“ sein und der Titel „Scheiss Geld“ lauten. Emojis sind in unserem Alltag sehr präsent, wir gebrauchen die kleinen Bildchen fast täglich, um unseren Gedanken und Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Interessanterweise steht ein goldener Hundehaufen in Japan für Glück, was wohl der Grund für das breite Lächeln des Haufens ist. Das passte zwar nicht in mein Scheiss-Geld-Konzept, ich rechtfertigte dies aber dadurch, dass in der westlichen Welt das Kackhaufen-Emoji meistens für Scheisse verwendet wird.

Ich hatte mich schon seit längerem mit Spiritualität und persönlicher Entwicklung befasst und mir unter anderem motivierende talks von Tony Robbins angehört. Im Podcast von Laura Malina Seiler ist mir die Folge „Wie du eine liebevolle Beziehung zu Geld entwickelst“ aufgefallen. Mir wurde bewusst, wie schwer und negativ meine Beziehung zu Geld ist. Ich erkannte meine limitierenden Glaubensätze wie „Nur wegen dem scheiss Geld, kann ich mein Leben nicht so leben wie ich es gerne möchte!“, „Geld ist schlecht“ und „Geld macht nicht glücklich.“ Ich fing an meine Glaubenssätze zu transformieren und immer mehr daran zu glauben, dass Geld etwas Positives ist und ich mit Geld viel Gutes bewirken kann.

Ich beschloss mein Bild zu ändern! Ich gab ihm den Namen „Ich liebe Geld“. Ich habe viele grüne Herzen auf die Leinwand geklebt, die nun gemeinsam mit dem Geld um den Scheisshaufen fliessen (Geld=Energie=Fluss=Liebe). Die Bedeutung Glück für den Kackhaufen passt jetzt und auch das strahlende Lächeln des goldigen Haufens ergibt Sinn. Die kleinen Fäkalien, die sich unter dem grossen Haufen tummeln, sollten ursprünglich einen „Shitstrom“ darstellen. Meine Schwester wies mich darauf hin, dass es richtigerweise „Shitstorm“ heisst. Ups! Dieses Missverständnis ist aber erfreulicherweise auch nicht mehr relevant. Jetzt symbolisieren die kleinen Haufen eine Glückswelle.

Das wunderschöne ist, dass ich durch diesen Prozess auch mein Warum gefunden habe. Ich hatte lange Zweifel und sah keinen Sinn und keinen Mehrwert für die Gesellschaft in meinem künstlerischen Schaffen. Wir sind in unserem Alltag von so viel Bildern umgeben, warum sollte ich Neue erschaffen? Wen interessiert das schon? Es ist selbstgefällig und nützt niemandem. Ich bin nur eine mittelmässig begabte Künstlerin. Kunst ist eine Luxusware und erreicht wenig Menschen, etc. 

Ich habe mich darin geübt den Fokus nicht auf den Mangel zu legen. Stattdessen begann ich den Reichtum meines Knowhows, meiner Fähigkeiten und meine Erfahrungen anzuerkennen und zu fühlen.  Dadurch erkannte ich, dass meine Stimme, das was ich mitzuteilen habe, sehr wohl wichtig ist. Unabhängig davon was ich alles weiss, kann oder eben nicht. Mir wurde bewusst, dass ich mit meinen Bildern einen guten Beitrag leisten kann. Menschen zum Denken anregen, gute Fragen stellen, Freude und Kraft schenken.

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